Titel: VBW BAUEN UND WOHNEN GMBH / Route der Wohnkultur

ROUTE DER WOHNKULTUR: SO WOHNT DAS RUHRGEBIET

Das Projekt


Dieses RUHR.2010-Projekt zeigt den Wandel des Wohnens im Ruhrgebiet. Es umfasst ruhrgebietstypische Wohnprojekte zwischen Duisburg und Hamm - von der Fabrikantenvilla zur Gartenlaube, vom Gründerzeitviertel zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt, von der Hochhaussiedlung der 1970er Jahre zum Fachwerkhaus von 1790.

Die VBW ist Teil einer Kooperation kommunal(nah)er Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet mit dem Namen „WIR - Wohnen im Revier“. Der Verein „WIR“ ist offizieller Projektpartner des RUHR.2010-Projektes „Route der Wohnkultur“ (Projektbüro: „Stadtidee“ in Dortmund) und an diesem Projekt mit 15 von insgesamt 58 Standorten beteiligt, darunter ist die VBW mit vier Wohnquartieren in Bochum vertreten: "Im Hole" in Kornharpen, "Grummer Karree" an der I. Parallelstraße, "Hammer Park" an der Dorstener Straße und "Hustadt" in Querenburg.

Die wichtigen, großen Siedlungen der ‚Route der Wohnkultur’ sind durch Stelen gekennzeichnet. Sie markieren auch die vier Quartiere der VBW dauerhaft als Teil dieses Projektes und stärken so die Identifikation der Bewohner mit ihrer Wohnsiedlung. Aus diesem Grund veranstaltete die VBW im "Wohnkultursommer" auch zahlreiche Feste für die Bewohner und Besucher der Quartiere (s.u.) mit der Intention, dass die Wohnkultur auch aktiv umgesetzt und gelebt wird. Für die individuelle Bereisung liefern zusätzlich große Tafeln Informationen über die Quartiere und schaffen auf diese Weise auch eine Nachhaltigkeit über das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 hinaus.

Offizieller Projektflyer zum Download

Quartier "Im Hole"


Die aktuelle, moderne und geradlinige Architektur im Wohnquartier „Im Hole“ lässt kaum noch auf die ursprüngliche Gestalt der typischen Nachkriegssiedlung schließen. Bei der überwiegend aus den 50er Jahren stammenden Bebauung war eine Anpassung an heutige Standards und Ansprüche dringend nötig. Seit 2004 sorgt der Quartiersumbau mit einer Mischung aus Modernisierung und Neubau, aus Miete und Eigentum dafür, das Wohnen und das Wohnumfeld in sozialer, ökologischer und architektonischer Hinsicht aufzuwerten. Ein besonderes Zeichen wurde mit dem Umbau eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 1953 zu einem hochinnovativen Niedrigenergiehaus gesetzt, das von der Deutschen Energieagentur als „dena-Zukunftshaus 2007“ ausgezeichnet wurde. Den letzten Baustein des Gesamtkonzeptes bildet der Neubau von Servicewohnungen (Miete und Eigentum) für die "Generation Silber" (projektiert).

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Quartier "Grummer Karree"


Das 1927 für Mitarbeiter der Stahl- und Walzwerke Bochum errichtete Wohnquartier „Grummer Karree“ zeigt, wie sich Tradition und moderner Wohnkomfort miteinander verbinden lassen: Die Arbeitersiedlung wird unter Beibehaltung eines möglichst authentischen Erscheinungsbildes umfassend modernisiert. Seit 2006 entsteht - aus Mitteln des Landes NRW gefördert - abschnittsweise ein breit gefächertes Wohnungsangebot. Neben dem Anbau großzügiger Balkone und der Schaffung von Barrierefreiheit sichert die umfassende energetische Sanierung eine überzeugende neue Wohnqualität. Sprossenfenster, das Gesimsband und das sorgfältig restaurierte Dekor aus Backstein sorgen dafür, dass charakteristische Merkmale der Architektur erhalten bleiben. Unter dem begrünten Innenbereich mit neu entstandenen Mietergärten befindet sich eine Tiefgarage.

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Quartier "Hammer Park"


Der „Hammer Park“ ist ein Beispiel für das Mehrgenerationen-Wohnen in einem neu entstandenen Quartier: Der zuvor notwendige Abriss der nicht mehr zeitgemäßen 90 Schlichtwohnungen an diesem Standort war im Jahr 2002 einer der „Vorreiter“ für das wichtige Thema „Neues Wohnen auf alten Flächen“ im Ruhrgebiet. Hier entstand ein Mix von teils öffentlich geförderten, teils frei finanzierten Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Gewerbeeinheiten mit einem breit gefächerten Wohnraumangebot für alle Zielgruppen. Die viergeschossige Straßenrandbebauung öffnet sich über ruhige Innenhöfe zum Hammer Park. Gärten, Terrassen, Balkone, soziale Dienstleistungen und technischer Komfort erhöhen die Wohnqualität. 2009 erhielt die Seniorenwohnanlage innerhalb der Siedlung das Qualitätssiegel „Betreutes Wohnen für ältere Menschen in NRW“.

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Quartier "Hustadt"


Die Hustadt in Bochum gilt als Paradebeispiel des Siedlungsbaus der 1960/70er Jahre und zeigt die Revitalisierung einer Großwohnsiedlung, die vor 40 Jahren als Universitätsrahmenstadt für Bedienstete der neu entstandenen Ruhr-Universität Bochum gebaut wurde. Die 1.200 Wohnungen in Hochhäusern mit bis zu 13 Etagen bilden die burgähnliche „Innere Hustadt“, umgeben von Einfamilienhäusern im Bungalowstil. Die Sozialstruktur der etwa 6.000 Bewohner ist heute geprägt von einer großen Anzahl Nationalitäten. Seit 2007 wird die Hustadt im Rahmen des „Stadtumbau West“ funktional und baulich umfassend aufgewertet. Parallel zur Modernisierung von Gebäuden und der Aufwertung des öffentlichen Raumes bildete das von der VBW gebaute „Tor zum Brunnenplatz“ den Auftakt für die Umgestaltung des gesamten Quartiers hin zu besserer Orientierung, Hebung der Wohnqualität und Stärkung von Gemeinschaft und Kommunikation.

  • Fotos der Veranstaltungen

Bereisung der Quartiere

Für eine individuelle Bereisung der Route der Wohnkultur gibt es auf der Seite www.routederwohnkultur.de weitere Informationen zu den Standorten, einen "Katalog zur Wohnkultur" mit Steckbriefen zu allen Standorten zum Kaufen oder eine Wohnkulturbox mit Projektkarten und Übersichtsplan zum Download.