22.05.2018

Das Fliednerhaus nimmt Form an!

Bau der neuen Übernachtungsstelle für Wohnungslose ist gestartet.

Für die wohnungslosen Menschen in unserer Stadt wird es noch in diesem Jahr eine neue Übernachtungsstelle geben. Diese wird direkt neben der alten, dem Fliednerhaus direkt am Stadion, errichtet, das marode ist und ersetzt werden muss. Den Verantwortlichen der Stadt Bochum, der Übernachtungsstelle für Wohnungslose, den Vereinen Aufsuchende medizinische Hilfe für Wohnungslose e. V. und Suppenküche e. V. sowie der VBW ist es gemeinsam gelungen, mit dem Neubau den wohnungslosen Menschen in unserer Stadt zukünftig Versorgung und Bleibe an einer Stelle zu ermöglichen.



Das Fliednerhaus wird über eine Gesamtfläche von 950 m², die sich über 3 Etagen verteilen, verfügen. Im Erdgeschoss werden die Räumlichkeiten der Suppenküche e. V. und der Untersuchungsraum des Vereins Aufsuchende medizinische Hilfe für Wohnungslose Bochum e. V. angesiedelt, in den Obergeschossen entstehen 42 Übernachtungsplätze (32 für Männer / 10 für Frauen), die bei Bedarf auf 60 ausgeweitet werden können, nebst entsprechender Sanitäranlagen.



Im heutigen Pressetermin präsentierte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch nun die Ansichten des neuen Fliednerhauses. „Der Neubau der Übernachtungsstelle mit einem durchdachten Konzept und langfristiger Perspektive ist einmalig in Deutschland“ so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, „und ich finde es richtig klasse, wie ehrgeizig und übergreifend das gemeinsame Ziel verfolgt wird. Wir wollen die Wohnungslosen in Bochum nicht von einer maroden Immobilie in eine andere schicken, sondern mit dem Bau eines neuen Gebäudes deutlich machen, dass wir auch die Menschen, die es nicht so leicht haben, im Blick behalten.“



Frau Christiane Caldow, Teamleitung Wohnungslostenhilfe der Inneren Mission/Diakonisches Werk Bochum e. V. betont, dass der heutige Tag mit der Verlegung der Bodenplatte für den Neubau in diesem Thema einen Meilenstein setzt. „Mit einem eigenen Bereich für Frauen, der an den Mitarbeiterbereich der Diakonie grenzt, ist ein besonderer Schutz für Frauen gewährleistet. Für die Menschen ist allein schon die Tatsache, dass es genügend und auch getrennte Sanitäranlagen geben wird, eine Wertschätzung, auch emotional.“
„Durch die Elementbauweise, dauert es vom heutigen Tag lediglich rd. fünf Wochen, bis der Rohbau steht. Dann werden noch das Dach errichtet und die Fenster eingesetzt.“, so Dipl.-Ing. Hubert Winkelmeyer, geschäftsführender Gesellschafter der Firma estecasa (ausführende Bauunternehmung).
Bürgermeisterin Astrid Platzmann-Scholten: „Der Aspekt Neubau ist ein wesentlicher Punkt, um deutlich zu machen, dass es sich hier nicht um irgendein Gebäude handelt, sondern um ein menschenwürdiges und angemessenes.“
„Ich freue mich über diese Investition besonders, da die Stadt und alle anderen Beteiligten sich für Menschen engagieren, die es in ihrem jetzigen Leben nicht gewohnt sind, dass ihnen Gutes zuteil wird und die größtenteils ein tragisches Schicksal hinter sich haben.“, so Bürgermeisterin Gabriele Schäfer.

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