- Feierliche Schlüsselübergabe des „WATRaums“ an der Friedrich-Ebert-Straße 1A in Bochum-Wattenscheid
- Neuer zentraler Treffpunkt stärkt als Teil der „Achse von Möglichkeitsräumen“ die Gemeinschaft im Sozialraum
Breites Netzwerk aus lokalen Akteur*innen bündelt Kräfte für passgenaue Nachbarschaftsprojekte
Bochum, 24. März 2026 – Wattenscheid ist mehr als ein Stadtbezirk – es ist ein Stadtteil mit eigener Handschrift und spürbarer Energie. Wer hier lebt oder arbeitet, merkt schnell: Wattenscheid prägt das Bochumer Gesamtbild mit Charakter, Geschichte und einem ganz eigenen Lebensgefühl. Was Wattenscheid auszeichnet, lässt sich schwer in Zahlen fassen, aber umso mehr im Alltag erleben. Es ist ein tief verwurzelter Gemeinschaftssinn, eine lebendige, herzliche Nachbarschaft und der spürbare Wille, das eigene Lebensumfeld gemeinsam positiv zu gestalten. Genau dieser verbindende Geist bekommt ab heute eine neue, feste Adresse.
An der Friedrich-Ebert-Straße 1A wurde am heutigen Dienstagnachmittag feierlich der WATRaum eröffnet – ein offener, zentraler Begegnungsort mitten in Wattenscheid-Mitte, der künftig von der AWO Ruhr Mitte bespielt und weiterentwickelt wird. Was nach einem schlichten Raumübergabe klingt, ist in Wirklichkeit das sichtbare Ergebnis jahrelanger Netzwerkarbeit, strategischer Quartiersentwicklung und des konsequenten Engagements der VBW Stiftung für die Menschen in ihren Quartieren.
Ein Ort, auf den Wattenscheid lange gewartet hat
Wattenscheid-Mitte befindet sich in einem spannenden, zukunftsgewandten Wandel. Eingebettet in städtebauliche Erneuerungsprogramme entwickelt sich das Quartier spürbar weiter und entfaltet sein volles Potenzial. Heute prägt vor allem eine bemerkenswerte Aufbruchstimmung das Bild vor Ort: Es ist eine starke Zivilgesellschaft am Werk, die nicht wartet, sondern aktiv gestaltet – durch engagierte Initiativen, lebendige Vereine und Menschen, die ihr Lebensumfeld voller Tatendrang selbst in die Hand nehmen.
Genau in diese positive Dynamik hinein setzt der WATRaum nun ein klares Signal. Oberbürgermeister Jörg Lukat, der zur feierlichen Schlüsselübergabe nach Wattenscheid gekommen war, brachte die Bedeutung des Moments auf den Punkt: „Ein zentral gelegener Ort, an dem man sich trifft, eine übergreifende Vernetzung unterschiedlichster Menschen, die Verantwortung übernehmen und Füreinander da sind – das sind wichtige Eckpfeiler gelingender Quartiersentwicklung. Das Zusammenwirken aller Akteure ist ein zukunftsweisendes Signal für weitere Initiativen in Bochum.“
In Wattenscheid wird angepackt
Für den Wattenscheider Bezirksbürgermeister Holger Dünnebacke war die Eröffnung mehr als ein offizieller Festakt. Als langjähriger Kenner und Vertreter des Stadtbezirks weiß er, welche Wirkung ein solcher Ort entfalten kann – vor allem in einem Quartier, das trotz aller Förderprogramme auf eine starke Eigeninitiative setzt. „Wir in Wattenscheid haben immer gewusst: Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir es selbst anpacken. Mit dem WATRaum haben wir jetzt endlich den Treffpunkt, auf den so viele so lange hingearbeitet haben. Das hier ist unser Ort – und ich bin stolz, dass wir ihn gemeinsam auf die Beine gestellt haben."
Von der Stiftungsidee zum sozialen Netzknoten
Die VBW Stiftung, die seit ihrer Gründung 2016 gemeinnützige Projekte in den Bochumer Quartieren fördert und begleitet, übergab an diesem Nachmittag nicht nur einen Schlüssel. Sie übergab ein über Jahre aufgebautes, belastbares Netzwerk aus lokalen Akteur*innen, das den WATRaum von Beginn an trägt und mit Inhalt füllt. Norbert Riffel, Vorstandsvorsitzender der VBW Stiftung und Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen, beschrieb das Selbstverständnis dahinter treffend: „Wir verstehen uns nicht als Förderer, die Geld geben und sich dann zurückziehen. Wir bauen Strukturen, die bleiben. Was wir heute übergeben, ist ein voll funktionsfähiger Motor für soziale Entwicklung im Quartier – mit dem richtigen Team, dem richtigen Ort und dem richtigen Netzwerk drumherum. Das ist das Ergebnis von viel gemeinsamer Arbeit, und darauf bin ich wirklich stolz."
Matthias Köllmann, Leiter der VBW Stiftung, der das Projekt von den ersten Gesprächen bis zur heutigen Eröffnung operativ begleitet hat, knüpft daran an: „Der WATRaum ist ein lebendiger Beweis dafür, was Gemeinwohl in der Praxis bedeutet. Wenn man konsequent auf die Kraft der Gemeinschaft setzt und Strukturen schafft, die Menschen wirklich zusammenbringen, dann entstehen Orte wie dieser – die nicht von außen aufgestülpt werden, sondern von innen heraus wachsen."
Die Wahl der AWO Ruhr Mitte als Betreiberin des WATRaums war dabei kein Zufall. Die AWO bringt nicht nur jahrelange Erfahrung in der Sozialraumarbeit mit, sondern vor allem das Vertrauen der Menschen vor Ort – und ein klares Verständnis davon, was nachhaltige Arbeit im Quartier wirklich bedeutet. Für Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr Mitte, ist der WATRaum deshalb weit mehr als eine neue Betriebsstätte: „Mit dem WATRaum schaffen wir einen offenen Ort mitten im Quartier, an dem Menschen unkompliziert zusammenkommen und gemeinsam Neues anstoßen können. Der WATRaum ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass nachhaltige soziale Arbeit nur im starken Netzwerk gelingt – deshalb bündeln wir hier die Kräfte vieler Träger, Initiativen und engagierter Menschen im Stadtteil. So entsteht ein Raum für Begegnung, Teilhabe, kreative Ideen und konkrete Projekte, der Impulse setzt und so langfristig ins Quartier hineinwirken wird." Genau dieses Selbstverständnis macht die AWO zur richtigen Partnerin – und den WATRaum zum richtigen nächsten Schritt.
Die Achse der Möglichkeitsräume
Der WATRaum ist bewusst nicht als Einzelprojekt konzipiert. Er ist der sichtbare Ankerpunkt einer sogenannten „Achse von Möglichkeitsräumen" – einem Verbund von acht lokalen Initiativen und Trägern, die ihre Kräfte für passgenaue Nachbarschaftsprojekte bündeln. Neben dem WATRaum selbst als zentralem „Dritten Ort" gehören dazu:
- der Raum2 (Werkstatt und Kreativraum des WatWerk e. V.),
- Wiesmann's (Kulturkneipe mit Parklet des Watwerk e. V.),
- die Büroräume und Sozialberatung des GEMI e. V.,
- X Vision Ruhr mit Proberäumen und Theaterangeboten der Falken,
- das sozialpädagogische Zentrum Mini-Ini (SKFM Wattenscheid e. V.),
- der Seniorengarten der Bürgerhilfe Bochum e. V. sowie
- der Coworkingspace der Sozialen Stadt „WAT bewegen".
Das Netzwerk funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Kein Träger allein kann alle Bedarfe eines Quartiers abdecken – aber gemeinsam entsteht ein Angebot, das lückenlos und resilient ist.
Bitte hab Verständnis dafür, dass unser Pressesprecher nur für Medienvertreter verfügbar ist. Wende Dich für alle anderen Anfragen an unsere KundenCenter.
Kommunikation - Pressesprecher

Dominik Neugebauer
T +49 234 310-231
dominik.neugebauer(at)vbw-bochum.de
